Blogbeitrag Nr. 3 Eine besondere Freundschaft & erster Weidegang

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Blogbeitrag Nr. 3

Pferdefreundschaften können tief und wunderbar sein. Umso glücklicher bin ich, das Auryn nun einen Kumpel hat, mit dem er durch dick und dünn geht. Bipo, ein 24 Jahre altes Maultier ist der treueste Freund, denn Auryn bis jetzt hatte. Oder besser gesagt, Auryn ist ihm ein treuer Freund – Er folgt ihm nämlich auf Schritt und tritt und lässt dabei sogar 22 Herdenmitglieder davon galoppieren. In diesem Beitrag zeige ich euch ein paar Einblick in diese besondere Freundschaft, sowie ein Video von Auryns ersten Weidegang mit seiner neuen Herde.

Dies sollte eigentlich ein einfacher Beitrag mit Bildern und Videos werden, und doch packt mich gerade die Schreiblust. Verzeiht mir, wenn ich hier ein paar Gedanken zum Thema „Herdenhaltung“ festhalte. Ihr dürft auch gerne einfach weiter Scrollen. Unten gibt es dann die Bilder und das Video. 😉

Durch meinen jetzigen Stall wurde mir erst richtig bewusst, wie wichtig Artgenossen für mein Pferd sind. Klar, Pferde sind Herdentiere. Das lernte ich bereits im Kindesalter. Alle Schulponys von früher, standen jedoch immer in einzelnen Boxen und kamen nur im Sommer zusammen auf die Weide. Heute jedoch, scheint es vermehrt Offenställe, Aktivställe und Laufställe zu geben. Oder die Besitzer lassen ihre Pferde zu Zweit auf die Weide, teilen sich ein Paddock etc.. Kontakt zu anderen Artgenossen ist wahnsinnig wichtig für unsere Fellnasen. Und damit meine ich nicht die 10cm Spalte zwischen den Boxengittern. Nein ich meine richtigen Kontakt, wo Fellschubbern, Spielen und die ein oder andere Raufferei möglich ist. Mein Pferd ist so selbstsicher, stark und insich wunderschön geworden, seit er im Herdenverband steht. Er wächst täglich an den Aufgaben die er in seiner Herde wahrnimmt und ist – so hoffe ich zumindest – glücklicher den je.

Dies soll kein Vorwurf an diejenigen sein, die ihre Pferde in einer Paddockboxe halten. Es gibt immer Pro und Contra, wie bei allen Themen im Pferdesport. Man muss auch ganz klar mit kleinen bis grösseren Verletzungen rechnen wenn das Pferd im Herdenverband steht. Das ist nun Mal so. Jedoch nehme ich es in Kauf, solange mein Pferd glücklich ist.

Maultier & Holsteiner

Bereits am ersten Tag im neuen Stall, fiel mir der süsse Kerl auf. Ich habe selten einen so grossen Pferd-Esel- Kopf gestreichelt wie den seinen. Er ist ein so liebenswertes Wesen und ich find ihn einfach nur sterbends niedlich. Auryns erste Begegnung fiel zwar weniger freundlich aus. Als Bipo mich nämlich begrüssen wollte, hat Auryn ihn einfach ohne Vorwarnung in die Schulter gebissen. Bipo, hat es nicht die Bohne interessiert was der Jungspund da gerade getan hatte. Auryn schien verblüfft, verwirrt und verwundert zugleich gewesen zu sein. Ab da folgte er dem Maultier auf Schritt und tritt und wacht sogar über ihn, wenn dieser schläft.

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Maultier Bipo und Auryn auf der Weide

Ich kenne mich ehrlich gesagt zu wenig mit Eseln, Maultieren oder Mauleseln aus. Jedoch weiss ich, dass Esel eine andere Sprach wie Pferde haben. Wie sieht es denn wohl bei einem Maultier aus? Verstehen die Pferd sie und umgekehrt? Falls jemand Bescheid weiss, lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Oftmals denke ich aber, dass sich Bipo an Auryn nervt. Er scheint aber einfach zu höflich zu sein um ihn wegzubeissen oder ihm zu drohen. So kam es auch zu einem lustigen Moment beim ersten Weidegang der Herde letzten Sonntag. Auryn klebte nämlich an Bipo, anstatt der Herde in einem wilden Galopp über die Weide zu folgen. Als es Bipo zuviel wurde, versuchte er schlichtweg davon zu galoppieren. Auryn folgte ihm natürlich sofort… was sonst.

Viel Spass beim Video!

 

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6 Gedanken zu “Blogbeitrag Nr. 3 Eine besondere Freundschaft & erster Weidegang

  1. Hach, bei dem Video geht mir doch das Herz auf ❤ Schön, dass er sich dort so wohl fühlt und einen nervenstarken Kumpel gefunden hat 🙂 Seit ich klein bin habe ich mit Eseln und Pferden zu tun. Die Körpersprache ist die gleiche – sieht man auch im Video. Bipo macht durch seine Gestik, auch mit den Ohren, allen anderen klar was Sache ist und sie respektieren das. Dafür neigen Esel und Maultiere nicht so zu einer kopflosen Flucht wie es viele Pferde gerne tun 😉 Sie agieren überlegter und lassen sich zu nichts zwingen.

    Shaman steht ja in einer großen Paddockbox, kann den ganzen Tag rein und raus wie er möchte. Er ist sehr verträglich und geht auch jeden Tag zusammen mit den Wallachen auf die Koppel oder den großen Paddock. Beim Futtern versteht er aber keinen Spaß und teilt kräftig aus. Darum lieber Paddockbox als Offenstall für ihn 🙂

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    1. Danke für deine Aufklärung! Ist ja sehr spannend!
      Hier im Stall meinen die Einen, Bipo hätte keinen Rang in der Herde, andere sind der Meinung er stehe sehr hoch.. Und du hast Recht, er zeigt mit der Körpersprach schon deutlich was Sache ist (das Ohrenspiel und das Schweifschlagen). Daher vermute ich, dass er einen Platz in der Rangordnung wie jedes andere Mitglied hat. Hoffentlich schaut sich der Grosse die Gelassenheit von ihm ab. Ich bin auf jedenfall total verliebt in dieses Maultier. 🙂

      Das Problem „Futterneid“ konnte ich lösen mit dem Umzug in den jetztigen Stall. Hier bekommen alle Pferde 24h Heu. Es hört sich nach einem schönen und vielfältigen Zuhause an, welches du Shaman bietest. Einigen Pferden tut es auch gut „für sich“ zu sein. Da kann so eine Kombination aus Herdenverband und Auslaufbox eine passende Alternative sein. 🙂

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      1. Ich find ihn auch total knuffig ❤ Bei uns im Stall standen länger Poitou-Esel und ein kleiner frecher Zwergesel, der von Shettydame Saltine (leider im letzten Jahr mit 35 verstorben) adoptiert wurde. Ein Herz und eine Seele waren sie lange.

        Das wird der Grund sein, warum er sich Bipo ausgesucht hat 🙂 Die Ruhe und Gelassenheit die er ausstrahlt. Er weiß was er will und wo er steht, da reichen kleine Gesten aus. Ich denke auch, dass er einen höheren Rang in der Herde hat.

        Wir haben alles mit Shaman ausprobiert. Erst stand er im Offenstall. Dann wurde dieser geschlossen, der andere war noch nicht fertig. Also erst mal Box und tagsüber Auslauf. Dann wieder Offenstall. Das klappte mit der Fütterung dann nicht mehr. Entweder hat er keinen mehr rangelassen oder er kam nicht hin… Also wieder Box… 😦 Dann wurden glücklicherweise die Paddockboxen gebaut und er steht da schon viele Jahre glücklich drin 🙂 24 Stunden Heu am Tag find ich super! 🙂

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