Blogeintrag Nr. 1 Konsequent sein auf freundschaftlicher Basis?

Blogeintrag Nr. 1
Konsequent sein. Strikt sein. Gibt es einen gewissen Rahmen für Konsequenz?

Auryn ist ein tolles Pferd. Er ist ein gutes Pferd, welches niemals gegen den Reiter arbeiten würde. Jedoch ist Auryn öfters unmotiviert, oder treffender ausgedrückt, faul. Vorallem die Dressur, und das aktive Vorwärts-Reiten macht uns zu schaffen. „Fusselige Kleinarbeit mag ich nicht. Sie ligt mir auch nicht. Schnelle, dynamische Bewegungen, das mag ich! Darin bin ich gut!“ war damals seine Aussage gegenüber meiner Tierkommunikatorin. Nun ja, um ein 1.84m Pferd fit zu halten, gehört die Dressur nunmal dazu. Mit Dressur meine ich das Gymnastizieren, das Aktivieren der Hinterhand, das Wölben des Rückens, das Laufen vor der Senkrechten und auch Biegung/Stellung will geübt werden.

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Dressur Reiten um unser Pferd gesund zu erhalten.

In meinen Reitstunden trage ich Sporen und eine Peitsche. Vorweg, beides sind nur Hilfsmittel für die Verfeinerung von Signalen und dienen nicht zum Treiben. Und doch muss ich Auryn ab und an mit einem „Klaps“ auf den Hintern wecken. Sobald er richtig wach ist, ist er motiviert bei der Arbeit. Aber die Zeit dahin ist oft etwas nervenaufreibend und auch ehrlich gesagt anstrengend. Ich bin nicht gewillt mein Pferd 1h lang zu Treiben, jedoch braucht er einen gewissen Impuls um vorwärts zu gehen. Er zählt leider nicht zu der Sorte Pferd, die auf dem Reitplatz sehr vorwärtsgänig ist. Er ist, wenn ich das so nennen darf, eher der Energiespar-Typ Pferd.

Ich sitze im Zwiespalt. Mein Lebensweg mit meinen Pferden basiert auf Freiheit, Respekt und Vertrauen. Nun habe ich immer mehr das Gefühl mein Pferd in etwas zu zwingen, wo es nicht hingehört, wo es nicht sein will. Wenn mein Pferd Unlust über Faulheit ausdrückt, ist das für mich auf emotionaler Ebenen doch ein kleiner Stich. Dennoch sind gewisse Trainingseinheiten notwendig um Auryn fit zu halten. Mein Verständniss für seine unmotivierte Phase ist gross, auch wenn es durch diesen Post, vielleicht nicht den Anschein macht.

Ich beschränke mich auf ein Minimum von Einheiten auf dem Platz. Das heisst bei uns 2x Dressur Reiten pro Woche. An den restlichen Tagen wird, Ausgeritten, Spatziert, Gespielt oder er hat frei. Ich kann also mit gutem Gewissen sagen, dass er nicht überfordert ist.

Zur Zeit bin ich auf der Suche nach einem Rahmen für das Thema „Konsequent aber freundschaftlich, Reiten“. Ich möchte meinem Pferd zu mehr Motivation verhelfen und ihn dazu animieren, dass er mehr von sich aus arbeitet. Inwiefern dieser Weg/Plan aussehen wird, weiss ich noch nicht.

Ich muss gerade schmunzeln.. Wie unterschiedlich Pferde doch sind. Antares ist als Vollblutaraber mit enormen vorwärtsdrang ausgestattet und Auryn ist eher der Energiesparer. Ich bin wahnsinnig dankbar von zwei Pferde-Typen lernen zu dürfen. Auryn wird mir (wie schon öfters) neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Reiter und Pferd aufzeigen. Er wird mir neue Aufgaben auftragen, welche ich zu lösen versuche. Ich werde mir jede einzelne zu Herzen nehmen und versuchen aus ihnen zu lernen und an ihnen zu wachsen.

Reitet gut, Sophie

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5 Gedanken zu “Blogeintrag Nr. 1 Konsequent sein auf freundschaftlicher Basis?

  1. Unser Problem sind nicht die eigentlichen Lektionen. Wir haben in den letzten Monaten zuerst alles vom Boden aus erarbeitet und dann vom Sattel aus. Er führt alles korrekt aus und tritt wunderbar unter. Er wäre wirklich ein tolles Dressurpferd.

    Mein Problem ist seine Unlust. Ich habe das Gefühl dass er keine Lust hat mitzuarbeiten und ist dementsprechend faul und „treibig“. Ich habe das Gefühl dass ich ihn ständig motivieren muss und überzeugen muss, dass wir diese Lektion nun erarbeiten.

    Du hast aber deffinitiv Recht, dass man alles ruhig und gelassen angehen muss. Wir haben leider auch das Problem dass Auryn einen ganz leichten Taktfehler hat, wenn er nicht richtig bei der Sache ist und einfach vor sich hin „dümpelt“.

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  2. Viel Geduld und Übungen die die Hinterhand fördern! Das hat mir bei Spirit geholfen😊. Ein Traber hat halt nicht diese GGA, wie manch anderes hochgezüchtetes Pferd. Dennoch kann man da dran arbeiten, aber es braucht einfach Zeit und viel Geduld.

    Sobald ich zB Spirit Zuviel Stress mache und es nicht ruhig angehe – fängt er an zu Takten. Bleib ich ruhig und konzentriert – tut er es auch👍! Unser Ziel ist jetzt im Moment im Galopp in mehr drunter zu bekommen und nicht das er weg rennt. Fällt ihm noch schwer, aber das wird schon😊!

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  3. Da können sich Auryn und Shaman die Hufe reichen, was die Motivation bei der Dressur angeht 😉

    Shaman ist ja auch eher der Schleicher, um jeden Schritt muss man ihn bitten. Aber ein gewisses Maß an Gymnastizierung gehört nun mal dazu. Am liebsten natürlich im Gelände, aber grad im Winter ist man oft auf die Halle angewiesen. Letztlich kann man die „lästigen“ Einheiten aber immer positiv enden lassen, mit etwas was dem Pferd Spaß macht. Ein paar kleine Hüpfer zum Schluss. Ein flotter Galopp durch s Gelände. Sattel runter und Wälzen. Spiele jeglicher Art. Das hilft 🙂

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    1. „Schleicher“ das Wort gefällt mir! 😀

      Ich werde die Dressur vielleicht auch mehr ins Geländer verlegen. Wobei Gelände bei uns immer Spass und Erholung bedeutet. Eventuell hilft es ihm aber seine Motivation bezüglich Dressur zu steigern, wenn ich vermehrt im Gelände arbeite.

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      1. Ich denke das wird es 🙂 Shaman ist im Gelände viel motivierter und auch ich arbeite da lieber mit ihm. Auf dem Platz ist er manchmal so unwillig, dass es ihm schon zu viel ist einfach nur geradeaus zu laufen 😀 Dafür gehen Schenkelweichen immer^^

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