Blogeintrag Nr. 9 Ich muss meinen Weg gehen.

Blogeintrag Nr. 9
In der heutigen Zeit, wo Social Media einen wichtigen Bestandteil darstellt, stellt sich mir immer die Frage: Wie sehr lass wir uns davon beeinflussen? Ich sehe Bilder von Reiter/innen, die grossartiges mit ihren Pferden vollbringen und auf Bildern festhalten. Ich sehe Posts von Horsemenship Menschen und ihre Anleitungen um Lesern und Folgenden zu helfen. Alles schön und gut, nur denke ich, dass wir uns manchmal an diese „Vorbildern“ verlieren und von unserem eigenen Weg abkommen.

Vorweg, ich liebe die Möglichkeit über Social Media zu kommunizieren. Meine Blog ist ja auch eine Form von Social Media. Die Möglichkeit, Bilder, Gedanken und Erfahrungen zu teilen finde ich wunderbar. Jedoch lassen sich über Social Media auch Unwahrheiten verbreiten und vieles scheint mehr zu sein als es eigentlich ist. Und es werden ganz klar nur immer die schönen Seiten gezeigt. Das kann einen emotional Treffen, wenn man selbst vielleicht gerade in einem Tief steckt.

Inspiration und Vorbilder

Sich inspirieren zu lassen ist toll. Inspiration gibt einem die Möglichkeit neue Träume zu entwickeln und sie zu verfolgen. Wir können uns neuen Aufgaben widmen und unsere Kreativität wecken. Leider kann Ispiration auch in Frust umschlagen. Wenn man Menschen folgt, bei denen (vermeintlich) alles klappt. Sie posten Beiträge und Bilder auf denen sie besondere Momente erleben. Wird einem da nicht manchmal etwas schwer ums Herz? Vielleicht hat man selbst gerade eine schlechte Phase. Wenn man dann noch sieht wie bei anderen alles klappt, kann das frustrierend sein. Man überlegt sich änlich mit seinem Pferd zu arbeiten und beginnt der Anleitung zu folgen, die gepostet werden. Vielleicht klappt dieses Vorgehen und vielleicht schlägt sie genau ins Gegenteil um und alles wird noch schlimmer. Und wir – noch verzweifelter.

Jetzt kommen wir zu dem Punkt, auf den ich hinaus möchte. Sei du selbst dein Vorbild. Eifere nicht anderen nach. Klar darf man Vorbilder haben, man darf auch zu ihnen auf sehen, aber man sollte auf seinem Weg bleiben. Ich und mein Pferd, sind anders als andere. Wir unterscheiden uns vom Charakter her und haben andere Eigenschaften, die uns besonders machen. Wir dürfen uns inspierieren lassen, sollten uns aber nicht blenden lassen. Unsere Vorbilder posten meistens nur die guten Seiten. Wer zeigt sich denn schon gerne von seiner schlechten Seite? Und dass öffentlich? Konzepte die bei anderen Reiterpaaren funktionieren müssen nicht zwangsweise bei uns auch klappen. Ich bitte euch vorallem in dem Punkt, schaut euer Pferd an. Was sagt es euch? Will es wirklich nach diesem Konzept behandelt werden oder möchte es viel lieber einen anderen Weg gehen?

Ich muss meine eigenen Weg gehen.

Wie oben schon erwähnt, ich und mein Pferd, wir sind anders, wir sind WIR. Vielleicht funktioniert das Schema A nicht, welches bei dem einen Horsemanship Account so super klappt. Vielleicht muss ich andere Wege entdecken. Ich und mein Pferd sind individuell und nur ich kann mein Pferd so wahrnehmen wie es ist. Nur ich kann den richtigen Weg wählen, denn ich weiss was mein Pferd braucht. Klar passieren Fehler, die gehören nunmal dazu. Es passieren vielleicht öfter Fehler, wenn man seinen eigenen Weg geht, jedoch kann man am Ende auf einen vielfältigen und lehrreichen Pfad zurück blicken.

Ausserdem, bitte hinterfragt Methoden und Anleitungen. Lasst euch nicht sagen ihr seid zu emotional, zu weich, zu zart, zu wenig Inkonsequent. Ihr müsst euch nicht verbiegen um eine tiefgründige Beziehung zu eurem Pferd zu finden, denn wir sind wirselbst und das ist gut so! Wir sind gut so wie wir sind!

Es würde mich interessieren, was ihr liebe Leser, an euren „Vorbildern“ so besonders findet. Was inspieriert euch an ihnen? Wenn ihr mögt, dürft ihr euch gerne mit einem Kommentar mitteilen, jedoch bitte ich euch keine Namen zu nennen sondern bloss die Eigenschaften. Ich würde mich über einen Austausch freuen.

Edit: Die Eigenschaften die ihr aufzählt… besitzt ihr die nicht auch?

Reitet gut, Sophie

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Ein Gedanke zu “Blogeintrag Nr. 9 Ich muss meinen Weg gehen.

  1. Wirkliche Vorbilder hatte ich nie. Es gibt Menschen die ich für ihre Arbeit mit den Pferden (und für sie) schätze. Aber ich bin schon immer meinen eigenen Weg gegangen. Ich informiere mich, tausche mich aus, schaue mir vieles an. Und suche dann für uns das raus, was am besten zu uns passt.

    „Lasst euch nicht sagen ihr seid zu inkonsequent“ – doch genau das müsste viel mehr Reitern und Besitzern gesagt werden. Mit Hutschidutschi, dröfltausend Leckerli und Babysprache wird das nämlich genauso wenig was, als wenn ich auf Teufel komm raus etwas erreichen will, was mein Pferd gar nicht leisten kann oder möchte. Allein die Fohlen die wir damals gekauft haben waren so verzogen mit Kräuterbonbons, dass sie gebissen haben, wenn man sie ihnen verweigerte. Mir einmal kräftig in den Hals. Da hört der Spaß auf. Auch als Shaman mir in den ersten zwei Monaten einmal kräftig in die Lippe gebissen hatte (er wollte den Huf nicht hergeben, als ich mich zu ihm drehte biss er zu) hat er sofort die Konsequenzen bekommen. Ich hab ihn gebissen. Und war selbst erschrocken darüber. Aber das Thema war durch. Auch er war total verzogen. Der Herr mag dieses und jenes grad nicht? Er legt drohend die Ohren an und bleckt die Zähne? Ach knuddeln wir ihn doch noch ein bisschen dafür. Er ist doch so jung, das lernt er schon. Ich hab echt gedacht ich bin im falschen Film.

    Ob Kind, Pferd oder Hund – klare Regeln und Grenzen, in denen es sich sicher fühlen und entfalten kann…!

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