persönlicher Bericht „feines Reiten und Horsemanship“

Ein Beitrag der mir sehr am Herzen ligt und denn ich, trotz dass er 2 Jahre her ist, nochmals Revue passieren lassen möchte. In diesem Artikel möchte ich über den Kurs berichten, den ich zusammen mit einer lieben Freundin und Antares im September 2014 bei Andrea und Markus Eschbach in Koblenz CH besucht habe. Es waren fünf Tage voller Erkenntnisse und Gedankenanstösse. Wir konnten die Seele baumeln lassen und unseren Geist mit neuer Energie betanken.

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Melanie, Antares und ich bei Markus und Andrea Eschbach.

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Buch-Tipp: Black Beauty von Anna Sewell

Samaan ibn Leil
Samaan Ibn Leil                                                                                           Foto: Becca Photography

Zusammenfassung

Black Beauty, geschrieben von Anna Sewell, ist die Autobiographie eines schwarzen Hengstes. Der Hengst wurde in England auf dem Hof des Bauern Grey geboren und wuchs in behutsamen Händen zu einem gut erzogenen Reit- und Kutschpferd heran. Black Beautys Mutter erklärte ihm bereits im Fohlenalter, dass er aus gutem Hause komme und sich seinen Menschen gegenüber stets korrekt zu verhalten hat. Black Beauty lernte später bei seinem neuen Besitzer, die Fuchsstute Ginger kennen. Sie hatte keine wohlbehütete Kindheit und musste schnell die Erfahrung machen, dass der Mensch grausam sein kann. Black Beauty sah nun immer öfter wie Pferde unter erbärmlichen Umständen leben und arbeiten mussten. Er sah viele Pferdebesitzer, die ihre Pferde mit Peitschen schlugen oder ihnen Aufsatzzügel anzogen, damit sie „erhabener“ liefen. Sein Glück war es, dass er bis anhin noch nie in die Hände eines solchen Besitzers geriet. Doch sein Glück sollte nicht von langer Dauer sein und schon bald musste Black Beauty am eigenen Körper spüren, wie rücksichtslos, brutal und unwissend, die Menschen sein können.

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Meine Beiträge

Ich bin keine Poetin und wahrscheinlich auch keine Heldin wenn es um Rechtschreibung geht. Ebenfalls bin ich auch kein Tierarzt oder Sonstiges. Ich bin einfach ein weiterer Pferde-Mensch, der versucht seine Gedanken und Erfahrungen in Texten festzuhalten. In der Hoffnung, dass andere Pferde-Menschen etwas herausfiltern können und für sich mitnehmen können. ❤

 

Antares

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Foto: Stefanie Ganz

Name: Antares
Rasse: Vollblutaraber
Geburtsjahr: 1997-2017
Grösse: 1.56m

Antares ist ein so wunderbarer Freund. Er ist ein sensibles, liebenswürdiges und gutmütiges Pferd. Er hat einen reinen und unverblümt ehrlichen Charakter. Er zeigt sofort, wenn er bei einem Thema anderer Meinung ist und scheut sich nicht seine Rechte einzufordern. Seine ehrliche Art schätze ich sehr.

Zusammen mit Antares habe ich mich an das gebisslose Reiten rangetastet und bin stolz, dass wir sogar Distanz- und Tagesritte gebisslos gemeistert haben. Aufgrund einer Verletzung, geniesst er seine wohlverdiente Rente die aus Spatziergängen, leichte Bodenarbeit und Verwöhnprogramm besteht.b

Edit: Antares hat nach längerer Krankheit im Mai 2017 diese Welt verlassen und ist zu den Sternen zurück gekehrt. Auf Wiedersehen, mein Wüstenkönig.

Hier seht ihr mehr von ihm:
Antares – Vollblutaraber und König der Pferde

Auryn

Name: Auryn
Rasse: Holsteiner
Geburtsjahr: 2007
Grösse: 1.84m

Auryn ist ein Holsteiner Springpferd, geboren in Kappeln Schleswig-Holstein.

Gerade in den letzten Jahren die er nun bei mir ist, hat er sich so toll entwickelt. Er ist ein so besonders sanftes Pferd und überrascht mich täglich mit seinem freundlichen und offenen Art der Welt zu begegnen.

Ich habe schon enorm viel von ihm lernen dürfen und weiss aber, dass es noch vieles gibt was wir beide auf unserem gemeinsamen Lebensweg lernen, sehen und spühren dürfen.

O’Nora

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O’Nora

Name: O’Nora
Rasse: Tinker-Shire Mix
Geschlecht: Stute

O’Nora war eine wahnsinnig liebe, geduldige und kinderliebe Stute. Meine Mama hatte sie damals für uns ausgesucht. Ich weiss heute noch nicht was sie dazu bewegte eine 4 jährige rohe Stute zu kaufen, für sich und ihre 6 jährige Tocher, aber es sollte sich heraus stellen, dass meine Mama kein besseres Pferd hätte kaufen können.

O’Nora wurde aus Irland nach Deutschland importiert. Dort verbrachte sie dann zwei Monate und wurde eingeritten. Als sie endlich bei uns in der Schweiz war, erlebten wir viele schönen Momente zusammen. Schöne Ausritte, lustige Springstunden in denen sie liebend gern Mikado spielte. Sie begleitete mich in meinen Reitstunden und war auch im Reitlager mit dabei.

Dieses Pferd, prägte meine Kindheit. Sie war wirklich eine treue Wegbegleiterin. Sie war aber schon immer mehr Mamas Pferd gewesen. Meine Mutter und sie hatten eine besondere Verbidnung zu einander. Ich denke ganz oft zurück an diese Zeit und bedaure sehr, dass ich damals nicht das Wissen gehabt habe, dass ich jetzt habe. Ich hätte vieles anders gemacht und wäre gerne andere Wege mit ihr gegangen.

Nach 10 Jahren an unserer Seite, mussten wir uns entscheiden O’Nora aufgrund einer Verletzung des Fesselträgers zu erlösen. Wir haben so viel, wenn nicht sogar alles versucht, jedoch blieb dieser letzte Weg unumgänglich.

Danke O’Nora für die schöne Zei. Ich weiss dass du neben mir her galoppierst, wenn ich mit Auryn neue Abenteuer bestreite. Wir sehen uns wieder!

 

Sophie Lina

Geburtsjahr: 1993
Wohnort: Schweiz

Ich bin nur ein weiterer Pferde-Mensch der auf der Suche nach einer innigen und erfüllenden Beziehung zu seinen Pferden ist. Schon seit meiner Kindheit liebe ich Pferde und brauche sie in meinem Leben wie die Luft zum Atmen.

Bereits im zarten Alter von 4 Jahren durfte ich mit therapeutischem Reiten beginnen. Eine schwarze Isländer Stute namens ‚Cola‘ trug mich sanft und sicher auf ihrem Rücken. Schnell kam der Wunsch nach einem eigenen Pferd und so gelang es mir tatsächlich meine Mutter mit dem Pferde-Virus zu infizieren. Als ich 6 Jahre jung war zog unsere 4-jährige rohe Tinker Stute, welche ursprünglich aus Irland stammte, bei uns ein. Zehn wundervolle Jahre durften wir mit ihr Verbringen, bis sie schliesslich Aufgrund eines unheilbar verletzten Beines über die Regenbogenbrücke gehen musste.

Noch heute denke ich oft an sie. Obwohl sie immer mehr das Pferd meiner Mutter war, war sie mir doch auch wichtig. Sie verzieh mir alle Fehler. Und von denen gab es einige. Heute würde ich vieles anders angehen.

Inspiriert durch die freie und zwanglose Arbeit anderer Pferde-Mensch Paare begann mein Umdenken. Immer mehr strebte ich nach Freiheit, Liebe und Aktzeptanz. Weg von dem 0815 Denken an welcher die Reiterwelt unweigerlich fest hält.

Ich möchte mit meinen Pferden auf einer Ebene sein. Gleich sein, Verbundenheit fühlen und ihenen ein Freund sein. So lerne ich jeden Tag von ihnen und bin dankbar sie an meiner Seite zu haben. Als Lehrer, Seelenfreunde und Weggefährten. In mir steckt der Wunsch, anderen Menschen zu zeigen dass es auch einen anderen Weg gibt. Einen Weg über feine Kommunikation. Und, dass dieser Weg mit jedem Pferd gehbar ist.

Ich freue mich immer über Feedback, Anregungen und Kommentare. Scheut euch nicht eure Meinung zu vertreten. Seid mutig und frei.

alles Liebe, Sophie und die Pferde-Jungs